Evangeliumsschriften

Im Osten der Vereinigten Staaten tobte ein schrecklicher Schneesturm, der das Vorankommen eines Zuges zunehmend erschwerte.

Unter den Fahrgästen befand sich eine junge Frau mit einem Kind. Sie war sehr darauf bedacht, am richtigen Bahnhof auszusteigen. Ein Herr, der ihre Besorgnis sah, sagte: "Machen Sie sich keine Sorgen. Ich kenne die Strecke gut. Ich werde es Ihnen sagen, wenn Sie an Ihrem Bahnhof ankommen."

Schließlich hielt der Zug an der Station vor der Station, an der die Frau aussteigen wollte. "Der nächste Bahnhof ist für Sie, Fräulein", sagte der Herr. Dann fuhren sie weiter, und nach ein paar Minuten hielt der Zug wieder an.

"Jetzt sind Sie dran, Madam, steigen Sie schnell aus", sagte er. Die Frau nahm ihr Kind auf den Arm, bedankte sich bei dem Herrn für seine Freundlichkeit und verließ den Zug.

Falsche Wegweisung!

An der nächsten Haltestelle rief der Schaffner zu der Überraschung des Mannes und zu seinem Entsetzen den Namen des Bahnhofs aus, an dem die Frau eigentlich hatte aussteigen wollen.

"Sie haben doch bereits an diesem Bahnhof gehalten!", rief der Herr dem Schaffner zu.

"Nein, Sir", antwortete dieser. "Mit dem Motor war etwas nicht in Ordnung, und wir haben kurz angehalten, um ihn zu reparieren."

"Oh nein!", keuchte der Fahrgast. "Ich habe diese Frau im Sturm aussteigen lassen, als der Zug zwischen den beiden Bahnhöfen anhielt!"

Einige Zeit später fand man sie mit ihrem Kind auf dem Arm. Beide waren erfroren, die tragische Folge einer falschen Wegweisung.

Noch schlimmer sind die Folgen, wenn man jemanden auf dem Weg in die Ewigkeit fehlleitet. Es liegt auf der Hand, dass bei den sich widersprechenden Stimmen, die wir heute hören, viele Hinweise falsch und irreführend sein müssen, selbst wenn sie von wohlmeinenden Menschen gegeben werden. Sie können nicht alle gleich richtig sein.

Warnung

Wir sollten uns davor hüten, in Bezug auf die Ewigkeit in die Irre geführt zu werden. Es ist viel zu gefährlich, sich bei einem so wichtigen Thema auf Ungewissheiten auszuruhen. Es geht um das Heil unserer Seele und um die Frage, wo wir die Ewigkeit verbringen werden - im Himmel oder in der Hölle. Es kann nur einer der beiden Orte sein.

Gott sei Dank müssen wir uns nicht auf zweifelhafte Ratschläge verlassen. In Seinem eindeutigen Wort hat Er selbst die einzige klare Wegbeschreibung zum Himmel gegeben. Der Weg, den Er aufzeigt, ist nicht "unser Bestes zu tun" oder "die goldene Regel zu befolgen" oder "zu versuchen, gut zu sein".

Uns wird von Beginn an bestätigt, dass keiner dieser Wege uns in den Himmel führen wird. Wir haben uns alle zu weit von Gott entfernt, als dass diese Wege uns helfen könnten.

Das Wort Gottes sagt, dass der einzige Weg der Herr Jesus Christus ist. Er hat auf Golgatha gelitten, nicht nur als Märtyrer, sondern als Sündenträger, der durch Sein Blut Sühnung erwirkt hat. Jetzt, wo Er von den Toten auferstanden ist, wird Er allen als Gegenstand des Glaubens verkündet. Nur im Vertrauen auf Ihn ist es möglich, die ewige Herrlichkeit zu erlangen. Die Bibel sagt: " Diesem geben alle Propheten Zeugnis, daß jeder, der an ihn glaubt, Vergebung der Sünden empfängt durch seinen Namen " (Apostelgeschichte 10,43). Könnten die Worte noch klarer sein?

Wahre Weisheit besteht darin, den genauen Anweisungen des Wortes Gottes zu folgen und der schrecklichen Gefahr zu entgehen, in die Irre geführt zu werden.

" Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben; wer aber dem Sohne nicht glaubt, wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm " (Johannes 3,36).




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